Das Ensemble

Mitteldeutsche Barock – Compagney (kurz mibacom)

Das Ensemble entstand 1998, nachdem ein Kantor in Hann. Münden mehrere Kammermusikensembles zur Aufführung des Bachschen Weihnachtsoratoriums zusammengeführt hatte. Die Zusammenarbeit der beteiligten Musiker funktionierte so gut, dass man in den Folgejahren immer wieder Programme mit barocker Orchestermusik, Solokonzerten und Kammermusik erarbeitete. Die Musiker treffen sich mehrmals im Jahr, um bestimmte Konzertprogramme zu erarbeiten und dann in verschiedenen Städten aufzuführen. Das Ensemble arbeitet dabei in der Regel ohne Dirigenten unter Leitung eines Konzertmeisters.

Die Mitteldeutsche Barock-Compagney hat während ihrer fast 20jährigen Tätigkeit in zahlreichen Städten im In- und Ausland konzertiert. Höhepunkte waren dabei die Aufführung der großen Bachschen Werke wie das Weihnachtsoratorium, Johannespassion, Matthäuspassion sowie der komplette Zyklus der 6 Brandenburgischen Konzerte. Es ergab sich dabei immer wieder eine fruchtbare Zusammenarbeit mit renommierten Spezialisten für alte Musik.

Der Name Mitteldeutsche Barock-Compagney beinhaltet neben der territorialen Angabe (Wirkungsort und Herkunftsgebiet der Mitglieder liegt größtenteils in Mitteldeutschland) auch die Aussage über die Zeitepoche (Repertoireschwerpunkt liegt auf der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts). Musiziert wird auf Instrumenten dieser Zeit (Originale oder Nachbauten). Der Spielweise liegt das Wissen um die historische Aufführungspraxis zugrunde. Mit „Compagney“ wird die Gestalt des Ensembles als zahlenmäßig und in der Zusammensetzung veränderliche Gruppe beschrieben.

Mittlerweile liegen auch zwei CD-Produktionen vor. Die eine ist der Live-Mitschnitt eines Konzertes im polnischen Zary, dem ehemaligen Sorau, in dem Telemann vor seiner Eisenacher Zeit mehrere Jahre wirkte. Die zweite ist eine spezielle Einspielung von Barockmusik aus dem Eisenach der Bachzeit mit heute teilweise weniger bekannten Meistern. Mit der Gründung des gemeinnützigen Vereins im Jahr 2005 in Eisenach wurden klare Strukturen geschaffen. Auf dieser Grundlage wird die Pflege der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts mit der Durchführung von Konzerten und der Zusammenarbeit mit anderen Veranstaltern, Chören oder Vereinen fortgesetzt.